Die MiFID-II-Novelle ändert Regeln zu Analysen-Vergütung und KMU-Wachstumsmärkten für Wertpapierfirmen und MTF-Betreiber. Neu wird ein EU-Verhaltenskodex für emittentenfinanzierte Analysen eingeführt: Wertpapierfirmen dürfen Analysen nur als „emittentenfinanziert" kennzeichnen, wenn sie diesem Kodex entsprechen; die ESMA legt der Kommission entsprechende technische Standards bis 5. Dezember 2025 vor. Bei Zahlungen für Analysen Dritter entfällt die bisherige Marktkapitalisierungsgrenze von 1 Mrd. EUR; Firmen können künftig frei zwischen gemeinsamer und separater Zahlung für Ausführung und Analysen wählen, müssen dies aber offenlegen und jährlich die Analysequalität bewerten. Der KMU-Wachstumsmarkt-Status kann künftig auch für einzelne MTF-Segmente statt nur für ganze MTF beantragt werden, mit zusätzlichen Trennungs- und Transparenzanforderungen. Neu eingeführt wird Artikel 51a mit Mindestanforderungen für die Zulassung von Aktien zum Handel an geregelten Märkten, u.a. eine Mindestmarktkapitalisierung von 1 Mio. EUR und ein Mindeststreubesitz von 10 %. Zuständige Behörden erhalten zusätzliche Eingriffsbefugnisse zur Kontrolle und Aussetzung nicht kodexkonformer emittentenfinanzierter Analysen.
Dieser Text wurde mit KI erstellt.